Wie stribt man mit Imam

Wenn wir das Leben der frommen Diener Allāhs studieren, d. h. der Ambiyā‘  (Propheten), der Ṣaḥābah , der Muḥaddithīn (Ḥadīṯh Wissenschaftler), der Fuqahā (Rechtsgelehrten) und der Awliyā (Frommen), werden wir in ihrem Leben eine Sache vorfinden, die sie alle gemeinsam hatten; nämlich ihre Sorge, sich selbst einen guten Tod zu sichern, damit sie im Gericht Allāhs  erfolgreich sind. Obwohl sie ein Leben voller guten Taten führten, pflegten sie sich Sorgen und Duʿā für einen guten Tod im Zustand von īmān und Islām zu machen. Allāh Taʿālā erwähnt das Du‘ā von Sayyidunā Yūsuf  im edlen Qurān:

„(Oh Du) Erschaffer der Himmel und der Erde, Du bist mein Schutzherr im Diesseits und Jenseits. Lass mich als Muslim sterben und schließe mich den Rechtschaffenen an.“ (12:101)

Denn ein einziges Wort des Unglaubens zum Zeitpunkt des Todes kann den Nutzen eines gesamten Lebens mit Vorzüglichkeit und Gehorsamkeit auslöschen. Im Gegensatz dazu kann ein Mensch ein Leben voller Sünden und Laster führen und darauf in den letzten Momenten seines Lebens die Gnade des īmān erhalten, wodurch er sich den Erfolg im Diesseits als auch im Jenseits sichert. Allāh Taʿālā hat mich durch Seine unendliche Gnade und Barmherzigkeit zu sechs Punkten inspiriert, die uns einen guten Tod sichern werden, was wiederum zu einem guten Ende im Jenseits führen wird, inshā‘allāh.


1. Taqwā

 

Taqwā besitzt die Macht alle Kräfte zurückzustoßen, die den eigenen īmān schwächen und ihn manchmal sogar rauben. Dies wird aus den Āyāt (Versen) deutlich, in denen Allah  den Gläubigen befiehlt, Taqwā zu erlangen. Von ihnen verstehen wir, dass die Methode den eigenen īmān zu schützen – nachdem jemand ein Gläubiger geworden ist – das Aneignen von taqwā ist. Nun, was ist taqwā? Taqwā bedeutet nichts Weiteres als eine Barriere zwischen uns und der Ungehorsamkeit zu Allāh  aufzustellen. Ein anderer Name für taqwā ist istiqāmah (die Standhaftigkeit), denn wenn jemand – nachdem er den īmān akzeptiert hat – mit Standhaftigkeit die Befehle Allah  einhält, wird diese Person darauf nicht ungehorsam zu Ihm sein. Allāh  spricht:

„Wahrlich diejenigen, die sagen: ‚Unser Herr ist Allāh‘ und die dann standhaft sind, auf sie kommen die Engel herab (zum Zeitpunkt ihres Versterbens. Und sie werden sagen:) ‚Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig, und vernehmt die frohe Botschaft vom Jannah (dem Paradies), das euch stets versprochen wurde. Wir sind eure Freunde im diesseitigen Leben und werden es auch im Jenseits (bleiben). Und dort (d. h. im Jannah) ist für euch, was immer eure Seelen wünschen, und für euch ist dort (im Jannah), was immer ihr herbeiruft.‘“ (41: 30, 31)

Wenn daher ein Mensch den Glauben annimmt indem er sagt „Mein Herr ist Allah“ und dann auf diesen Glauben aufpasst, indem er standhaft beim Ausführen der Gebote Allahs  bleibt und jede Ungehorsamkeit unterlässt, wird Allah  ihn mit einem guten Tod belohnen, wie im obigen Vers erwähnt wurde – die Engel werden zum Zeitpunkt seines Todes mit besonderer Barmherzigkeit herabkommen. Die Ausleger des edlen Qur‘āns haben erwähnt, dass die Engel der Barmherzigkeit immer mit denen sind, die standhaft im Dīn sind. Jedoch wurde im obigen Vers ein besonderer Hinweis darauf gegeben, dass diese Engel zum Zeitpunkt des Todes für den Sterbenden sichtbar werden und ihm die frohe Botschaft des Jannah von ihrem Herrn überbringen werden.

 
2. Liebe die Frommen und verbringe Zeit in ihrer Gesellschaft

 

Die frommen Menschen sind die Menschen der taqwā. Die Liebe zu frommen Menschen weckt in einem den Wunsch in ihrer Gesellschaft Zeit zu verbringen. Und durch dieses Zeitverbringen färben die Effekte ihrer Taqwā auf einen selbst ab. Allāh  erwähnt: „Oh die ihr glaubt, fürchtet Allāh und seid mit den Wahrhaftigen!“ (9:119)

Zuallererst müssen wir den īmān annehmen, was wir alle – alḥamdu lillāh – haben. Darauf müssen wir unseren īmān durch das Aneignen von taqwā schützen, was wiederum erlangt werden kann, indem man sich in die Gesellschaft der Menschen begibt, die bereits taqwa besitzen. Der hier verwendete Begriff „die Wahrhaftigen“ ist eine andere Bezeichnung für diejenigen, die taqwā haben, wie es von einer anderen Stelle im Qurān deutlich ist: „…Das sind diejenigen, die wahrhaftig sind, und das sind die Gottesfürchtigen.“ (2:177)

Auf gleiche Weise sagte Rasūlullāh n in einem ḥadīth:

„Am Tag der Abrechnung wird der Mensch mit denen sein, die er liebte.“

(At-Tirmidhī) Wenn jemand die Liebe für die Frommen pflegt, wird er im Jenseits mit ihnen sein. Und den Frommen wird der Eintritt ins Jannah gewährt, wofür īmān eine Voraussetzung ist. Daraus können wir schließen, dass solch eine Person im Zustand des īmān sterben wird.

3. Das Spenden


Das Spenden im Wege Allāhs  kühlt den Zorn Allāhs  ab. Welche Chance hat ein Mensch einen guten Tod zu erhalten, wenn Allāh  mit ihm verärgert ist? Daher ebnet das Spenden den Weg, um im Zustand des īmān zu sterben, wie Rasūlullāh n sagte: „Sadaqah (Spende) löscht den Zorn des Herrn und bewahrt vor einem schlechten Tod.“ (At Tirmidhī) Ein schlechter Tod kann entweder ein Tod ohne īmān oder ein Tod in einem unerwünschten Zustand bedeuten, wie beispielsweise als Opfer eines Tsunamis, eines Hurrikans oder eines Erdbebens. inshā Allāh wird solch ein Mensch vor beiden dieser Arten des Todes bewahrt.

 
4. Das Verrichten von Taten, für welche die Fürsprache des Nabī garantiert wurde

 

In verschiedenen Überlieferungen, hat uns unser Nabī dazu ermutigt, bestimmte gute Taten zu verrichten, deren Vorzug darin liegt, dass für den Verrichtenden die Fürsprache des Nabīs n sicher ist. Man sollte sich über solche Taten von zuverlässigen und authentischen Quellen informieren und sie verrichten. Die Fürsprache unseres Nabī n ist von zwei Arten. Die erste ist zum Zeitpunkt des Jüngsten Tages, wenn alle Menschen auf dem Feld der Auferstehung versammelt sein werden und sich jede Seele im Zustand von äußerster Sorge und Furcht vor ihrem Schicksal im Gericht von Allāh  befinden wird. In diesem spannungsgeladenen Moment wird Nabī n für die gesamte Menschheit Fürsprache einlegen und Allāh  bitten, die Abrechnung zu beginnen. Darauf wird die Abrechnung beginnen. Dies wird die „große Fürsprache“ bezeichnet. Danach, wenn der Abrechnungsprozess beginnt, wird Nabī n mit der Erlaubnis Allāhs für viele Anhänger seiner Ummah Fürsprache einlegen. Nur jemand, der im Zustand des īmān gestorben ist, wird würdig sein, diese „besondere Fürsprache“ von Nabī n zu erhalten. Die frohe Botschaft einer Fürsprache, die für bestimmte gute Taten überliefert wurde, gilt für diese „besondere Fürsprache“, die ausschließlich für die Menschen mit īmān gilt. Davon ist verständlich, dass diejenigen, die diese guten Taten ausführen, mit īmān sterben werden, da nur sie dieser „besonderen Fürbitte“ würdig sind. Ein Beispiel für eine solche Tat ist das Lesen des duʿā
nach dem aḏhān.

5. Bedanke dich ständig bei Allāh Taʿālā für die große Gnade des īmān

 

Denn Allāh  verspricht: „Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch gewiss mehr geben.“ (14:7) Es sollte im Kopf behalten werden, dass Dankbarkeit auf drei Weisen ausgedrückt werden sollte:

  • Indem man diese große Gunst anerkennt und über sie im Herzen und in den Gedanken nachdenkt: „Allāh  hat sie mir nur durch Seine Gnade gewährt, ohne dass ich sie verdient hätte.“
  • Indem man seine Dankbarkeit mit Worten
    ausdrückt.
  • Indem man die Befehle Allāhs  in Bezug auf diese Gnade ausführt. Wenn wir die Gnade des īmān mit unserem Herzen und unserem Verstand anerkennen, den Lob Allāhs  mit Worten ausdrücken und die Forderungen dieser niʿmah (Gnade) erfüllen – d. h. uns taqwā aneignen – wird Allāh  diese niʿmah, die wir besitzen, inshā Allāh vermehren.

Wenn wir die Gnade des ī ma n mit unserem Ḥerzen und unserem Verstand anerkennen, den Lob Allahs  mit Worten ausdrücken und die Forderungen dieser niʿmah (Gnade) erfu llen – d. h. uns taqwa aneignen – wird Allah  diese niʿmah, die wir besitzen, insha ‚allah vermehren.

 
6. Mach Duʿā für einen guten Tod und für einen angenehmen Wohnsitz im Jenseits

 

Du kannst dies in deinen eigenen Worten tun oder anhand von Bittgebeten aus dem Qur’a n und den ahadīth, wie beispielsweise:

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